Die Katholische Filmkommission für Deutschland will im kommenden Jahr ein eigenes Internetportal aufbauen.
Berlin, 03.12.2009 (KAP) Geplant seien Hinweise zu Festivals und Preisen sowie auf Veranstaltungen für Filminteressierte in den Diözesen. Darüber hinaus werde es den "Kinotipp der katholischen Filmkritik" und Empfehlungen für sehenswerte Filme im Fernsehen geben, sagte der Vorsitzende Peter Hasenberg am Donnerstag in einem Interview mit der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA. Hasenberg äußerte sich aus Anlass des 60-jährigen Bestehen der Filmkommission.
Der Filmreferent im Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz sieht die katholische Kirche in Bereich der Filmarbeit für die Zukunft gut aufgestellt. "Es gibt keine andere gesellschaftliche Gruppe in Deutschland, die so umfassend engagiert ist", so Hasenberg. Er verwies auf die Mitherausgabe der Fachzeitschrift "Film-Dienst" sowie des "Lexikons des internationalen Films", die Jury-Arbeit bei Festivals, die Filmveranstaltungen in Akademien oder Beratungen in Sachen Jugendmedienschutz. Zudem unterhalte die Kirche mit den Medienzentralen in den Diözesen ein eigenes Verleihsystem und mit der "Tellux" eine eigene Produktionsgesellschaft.
Filmkritiken von Fachautoren im "Film-Dienst" seien nach wie vor beim Publikum gefragt. Durch sie würden Interessierte oft erst auf sehenswerte Filme aufmerksam, die vielleicht nie in ihrem Kino laufen, sondern nur auf DVD erhältlich sind. Heute werde vermehrt wieder erkannt, "dass der Film als Medium für die Vermittlung religiöser Themen von hohem Interesse ist". Dazu hätten auch Kinowerke wie "Die große Stille" von Philip Gröning oder zuletzt Margarethe von Trottas "Vision - Aus dem Leben der Hildegard von Bingen" und "Das weiße Band" von Michael Haneke beigetragen.
